Florian Csizmadia
Dirigent | Conductor

Kritiken | Reviews

"Ich kenne nur eine fruchtbare Art von Kritik: Selbstkritik." (Bruno Walter)

"The first critic was Lucifer..." (Edward Elgar)

Gounod: Faust

Florian Csizmadia und die Vorpommersche Philharmonie musizierten hier ausdrucksstark ein handwerklich perfekt beherrschtes Werk von beeindruckendem, oft schwelgerischem Lyrismus und dramatischer Schlagkraft, expressiver Eindringlichkeit und oft unwiderstehlichem Drive; Kritik an zeitbedingter, chor- und orgelverstärkter religiöser Obsession (Margarethe) scheint schon großartiger Gestaltungsintensität wegen gegenstandslos. [Ostsee-Zeitung, 24.04.2017]

Donizetti: Don Pasquale

Florian Csizmadia (...) ließ Donizettis Musik reizvoll sprühen und lebhaften Buffo-Geist ausstrahlen. [Ostsee-Zeitung, 03.05.2016]

Philharmonisches Konzert

Für Csizmadia war das mit Liszts „Mephisto-Walzer“, Chopins zweitem Klavierkonzert und der Orchesterfantasie „Aus Italien“ von Richard Strauss bemerkenswert bravourös angelegte Pro­gramm offensichtlich kein unbekanntes Gelände. Gleichwohl durfte es als Signal für selbstbewusst präsentierten Anspruch und künstlerische Leistungsfähigkeit gelten. Dabei hatte er die Vorpom­merschen Philharmoniker sichtlich auf seiner Seite. (...) Nächst dem zentral positionierten Chopin-Konzert, das Csizmadia dirigentisch mit aller notwendigen metrisch-rhythmischen Biegsamkeit eines bewusst zurückhaltenden, fantasieartig freien und brillanten Musizierens sicher meisterte, war es dieser Strauss, dem der Konzertabend besonderes Gewicht verlieh. Mit dynamischer Fein­arbeit und pulsierender, prägnanter Gestik konnte diese Aufführung einem Werk Gehör verschaf­fen, das (...) mehr Beachtung verdient. [Ostsee-Zeitung, 10.12.2015]

Kálmán: Gräfin Mariza

Der Clou aber blieb eine Musik, der Dirigent Florian Csizmadia und die Vorpommersche Philhar­monie alle Qualitäten effektvoller Einfalls- und Instrumentierungskunst angedeihen ließen: schwärmerisch, lustvoll folkloristisch, am Ende auch mal dramatisch. [Ostsee-Zeitung, 30.11.2015]

Weill: Lady in the Dark

Florian Csizmadia trifft mit dem Philharmonischen Staatsorchester exakt den angejazzt swingenden Ton der farbenreichen Musik Weills, die zwischen Broadway-schlager, moderner Klassik und einem Hauch Dreigroschenoper angesiedelt ist und seinerzeit zum Innovativsten und Anspruchsvollsten gehörte, was bis dato aus dem Orchestergraben eines Musicaltheaters heraufklang. [Die Deutsche Bühne online, 19.05.2014]

Tschaikowsky: Dornröschen

Ein eigenes Fest feiert das Orchester unter der Leitung Florian Csizmadias, der Tschaikowskys Musik nicht auf die leichte Schulter nimmt (...) und stattdessen ein pointiertes Konzert abliefert. [Frankfurter Rundschau, 11.02.2014]

Das Philharmonische Staatsorchester lieferte unter Florian Csizmadia eine dynamisch inspirierte, mit forschen Kontrasten auftrumpfende Klangkulisse. [Rhein-Zeitung, 10.02.2014]

Verdi: La Traviata

In einer volumenreichen, wohltönenden Streicherkulisse wird Verdis Partitur ungemein plastisch vermittelt, was nicht zuletzt dem Dirigenten, Florian Csizmadia, und seiner Positionierung der Streicher-Gruppen im Orchestergraben zu verdanken ist. Der Erste Kapellmeister der Mainzer Oper tut alles, um das knatternde und leiernde Image, das vielen Verdi-Passagen anhaftet, zu beseitigen. Und es gelingt ihm, auch was die Bläsersetzungen und -timbres anbelangt, vorzüglich. Makellos spielt das Staatsorchester und der Chor besticht mit Dynamik und Differenziertheit.  [Frankfurter Rundschau, 13.01.2014]

Florian Csizmadia beflügelt Chor und Orchester zu klangvoll-flexiblem Musizieren. [FAZ, 13.01.2014]

Unter Kapellmeister Florian Csizmadia spielte es [das Orchester] von Anfang an präzise, farbig, dramatisch packend. So ist das Orchester in der neuen Mainzer "Traviata" keineswegs nur Begleiterscheinung, sondern, wie der exzellente Chor, Stimmungsträger (...). [Allgemeine Zeitung Mainz, 13.01.2014]

Florian Csizmadia dirigiert einen sehr lautmalerischen Verdi. Seine Gewichtungen decken immer wieder neue Facetten im Notentext auf. Es ist eine wahre Opernfreude. [SWR, 13.01.2014]

Ein Glück auch, dass sich in Mainz der Dirigent Florian Csizmadia an die Fährte der Intentionen Verdis setzt. Das beginnt bei der Aufstellung des Orchesters und endet in Details der Phrasierung und der Dynamik. (...) in der großen Linie hat sich Csizmadia Verdi mit der Sorgfalt genähert, die man in mancher Routine-Produktion schmerzlich vermissen muss. [Der Neue Merker, Januar 2014]

Verdi: Macbeth

Ein blendend aufgelegtes Orchester unter dem Stab von Florian Csizmadia steht ihr [der Regisseurin] dabei zusätzlich zur Verfügung. [Der Neue Merker, Juni 2013]

Großer Beifall des gebannten Publikums. Zu Recht eingeschlossen auch Florian Csizmadia, der das Orchester zu konzentriertem Spiel anhielt und es verstand, aus Verdis oft sparsamer Begleitung Feuer und Spannung zu schlagen. [Opernwelt 08/2013]